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SiPo, SAS und BÜP im Unterschied: Welche Sicherungsrolle Sie im Bahnbau ausschreiben

SiPo, SAS und BÜP klar abgegrenzt: Wer warnt, wer verantwortet, wer sichert den Bahnübergang — und welche Sicherungsrolle Sie wirklich ausschreiben müssen.

Zweiwegebagger bei gleisnahen Erd- und Aushubarbeiten

Das Wichtigste

SiPo (Sicherungsposten) warnt die Bautruppe vor Zugfahrten. SAS (Sicherungsaufsicht) verantwortet und überwacht die Sicherungsmaßnahme vor Ort. BÜP (Bahnübergangsposten) sichert während der Bauphase einen Bahnübergang. Welche Rollen in welcher Zahl nötig sind, ergibt sich aus dem Sicherungsplan und der Gefährdungsbeurteilung. Railbau Süd-Ost stellt diese Funktionen mit nachgewiesen qualifiziertem Personal als Teil des Gestellungspakets.

Auf einen Blick

Thema
Tiefbau · Oberleitung · Sicherung
Belegt durch
DB InfraGO AG · Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft · Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Passende Leistung
Sicherungsdienste
Leistungsgebiet
bundesweit · Maschine immer mit Bediener

Was ist ein Sicherungsposten (SiPo)?

Der Sicherungsposten (SiPo) ist die ausführende Warnfunktion im Gleisbereich: Er beobachtet den Zugverkehr und warnt die Bautruppe rechtzeitig vor herannahenden Zügen, damit sie den Gefahrenbereich räumen kann. Die Warnung erfolgt über vorab vereinbarte Signale.

Der SiPo ist eine eigens qualifizierte und beauftragte Funktion. Er wird eingesetzt, wenn das Arbeits- oder Nachbargleis nicht gesperrt ist und keine feste Absperrung möglich war. Die Warnzeit muss die festgelegte Räumungszeit der Truppe abdecken.

Was ist eine Sicherungsaufsicht (SAS)?

Die Sicherungsaufsicht (SAS) ist die verantwortliche Aufsichtsfunktion: Sie plant die Sicherungsmaßnahme vor Ort, weist die Posten ein, überwacht die Einhaltung des Sicherungsplans und trägt die Verantwortung für die korrekte Durchführung der gesamten Sicherung.

Vereinfacht gilt: Der SiPo warnt, die SAS verantwortet und überwacht. Bei einfachen Maßnahmen kann ein qualifizierter Posten genügen; sobald mehrere Posten, mehrere Arbeitsstellen oder eine komplexe Betriebslage zusammenkommen, führt eine SAS die Gesamtmaßnahme.

Was ist ein Bahnübergangsposten (BÜP)?

Ein Bahnübergangsposten (BÜP) sichert während einer Bauphase einen Bahnübergang, dessen technische Sicherung — etwa Schranken oder Lichtzeichen — durch die Bauarbeiten außer Betrieb oder beeinträchtigt ist. Er übernimmt dann die manuelle Sicherung des Übergangs nach festgelegten Regeln.

Der BÜP sperrt und gibt den Übergang frei und regelt damit das Verhältnis von Straßen- zu Bahnverkehr. Es ist eine spezielle, eigens qualifizierte Funktion, die nur an Bahnübergängen greift — nicht zu verwechseln mit dem Sicherungsposten, der die Bautruppe im Gleis warnt.

Welche Rolle müssen Sie ausschreiben?

Welche Funktionen in welcher Zahl nötig sind, ergibt sich aus dem Sicherungsplan und der Gefährdungsbeurteilung für die konkrete Baustelle — nicht aus einer freien Wahl. Diese legen SiPo, SAS, BÜP und gegebenenfalls technische Sicherung verbindlich fest.

Statt einzelne Rollen zu raten, ist es zielführender, Leistung, Lage, Sperrverhältnisse und betroffene Bahnübergänge anzugeben und die zulässige Kombination ableiten zu lassen. Railbau plant die nötigen Funktionen mit und stellt sie als Teil der Sicherungsdienste.

Wie weist Railbau die Qualifikation nach?

Railbau stellt SiPo, SAS und BÜP mit nachgewiesen qualifiziertem Personal; die zugrunde liegenden Qualifikationsnachweise des Sicherungspersonals sind einsehbar. So liegt die Sicherung gemeinsam mit Maschine, Bediener und Gleisbau-Truppe in einer Hand.

Geben Sie Leistung, Sperrlage und Einsatzort an; die benötigten Sicherungsfunktionen und das verbindliche Angebot folgen auf Anfrage. Kurzfristige Gestellung ist möglich.

Railbau Süd-Ost stellt diese Funktionen mit nachgewiesen qualifiziertem Personal als Teil des Gestellungspakets.

Aus dem Ratgeber · Tiefbau · Oberleitung · Sicherung

Begriffe in diesem Artikel

Sicherungsposten (SiPo)
Die ausführende Warnfunktion im Gleisbereich: beobachtet den Zugverkehr und warnt die Bautruppe rechtzeitig vor herannahenden Zügen. Eingesetzt, wenn das Gleis nicht gesperrt und keine feste Absperrung möglich ist.
Sicherungsaufsicht (SAS)
Die verantwortliche Aufsichtsfunktion: plant die Sicherungsmaßnahme vor Ort, weist die Posten ein, überwacht die Einhaltung des Sicherungsplans und führt bei komplexen Lagen die Gesamtmaßnahme. Kurz: der SiPo warnt, die SAS verantwortet.
Bahnübergangsposten (BÜP)
Sichert während einer Bauphase manuell einen Bahnübergang, dessen technische Sicherung — Schranken oder Lichtzeichen — durch die Arbeiten außer Betrieb oder beeinträchtigt ist, und regelt das Verhältnis von Straßen- zu Bahnverkehr.
Sicherungsplan
Legt zusammen mit der Gefährdungsbeurteilung fest, welche Sicherungsfunktionen (SiPo, SAS, BÜP, gegebenenfalls technische Sicherung) in welcher Zahl an einer konkreten Baustelle erforderlich sind — nicht aus freier Wahl.
Räumungszeit
Die Zeit, die eine Bautruppe braucht, um den Gefahrenbereich zu verlassen. Die Warnung des Sicherungspostens muss so früh erfolgen, dass diese Räumungszeit sicher abgedeckt ist.

Quellen

  1. DB InfraGO — Regelwerke zur Sicherung von Bauarbeiten · DB InfraGO AG · abgerufen 2026-06
  2. BG BAU — Sicherung von Arbeiten im Gleisbereich · Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft · abgerufen 2026-06
  3. DGUV — Vorschriften und Regeln Arbeitsschutz · Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung · abgerufen 2026-06

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SiPo und SAS?

Der SiPo (Sicherungsposten) ist die ausführende Warnfunktion: Er beobachtet den Zugverkehr und warnt die Bautruppe rechtzeitig vor herannahenden Zügen. Die SAS (Sicherungsaufsicht) ist die verantwortliche Aufsichtsfunktion: Sie plant die Sicherungsmaßnahme vor Ort, weist die Posten ein, überwacht die Einhaltung des Sicherungsplans und trägt die Verantwortung für die korrekte Durchführung. Vereinfacht: Der SiPo warnt, die SAS verantwortet und überwacht. Bei einfachen Maßnahmen kann ein qualifizierter Posten allein genügen; bei komplexeren Lagen ist eine SAS vorgesehen, die mehrere Posten und die Gesamtmaßnahme führt. Die Rollen und ihre Aufgaben sind in der DGUV Regel 101-024 beschrieben.

Was ist ein Bahnübergangsposten (BÜP)?

Ein Bahnübergangsposten (BÜP) sichert während einer Bauphase einen Bahnübergang, dessen technische Sicherung — etwa Schranken oder Lichtzeichen — durch die Bauarbeiten außer Betrieb oder beeinträchtigt ist. Der BÜP übernimmt dann die Sicherung des Straßenverkehrs gegenüber dem Bahnverkehr, indem er den Übergang manuell nach festgelegten Regeln sperrt und freigibt. Es handelt sich um eine spezielle, eigens qualifizierte Sicherungsfunktion, die nur an Bahnübergängen zum Tragen kommt — nicht zu verwechseln mit dem allgemeinen Sicherungsposten, der die Bautruppe im Gleis warnt.

Welche Sicherungsrolle muss ich ausschreiben?

Die benötigten Rollen ergeben sich nicht aus einer freien Wahl, sondern aus dem Sicherungsplan und der Gefährdungsbeurteilung nach der DGUV Regel 101-024 für die konkrete Baustelle. Diese legen fest, welche Funktionen — SiPo, SAS, BÜP, gegebenenfalls technische Sicherung — in welcher Zahl erforderlich sind. Statt einzelne Rollen zu raten, empfiehlt es sich, Leistung, Lage, Sperrverhältnisse und betroffene Bahnübergänge anzugeben und die zulässige Sicherungskombination ableiten zu lassen. Railbau plant die nötigen Funktionen mit und stellt sie mit nachgewiesen qualifiziertem Personal.

Stellt Railbau alle drei Funktionen?

Ja. Railbau stellt SiPo, SAS und BÜP mit nachgewiesen qualifiziertem Personal als Teil des Gestellungspakets, gemeinsam mit Maschine, Bediener und Gleisbau-Truppe. So liegen Maschineneinsatz und Sicherung in einer Hand und müssen nicht über mehrere Auftragnehmer koordiniert werden. Die konkreten Qualifikationsnachweise des eingesetzten Sicherungspersonals sind auf der Seite Über uns einsehbar. Welche Funktionen und welche Personalstärke ein Einsatz braucht, ergibt sich aus dem Sicherungsplan; das verbindliche Angebot folgt auf Anfrage.

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